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Umfrage über die Ernährungsgewohnheiten während des Lockdowns 2020

Im Frühjahr 2020 befragte das BLV rund 1000 Personen aus der ganzen Schweiz zu ihren Ernährungsgewohnheiten während des Covid-19-Lockdowns. Die Umfrage zeigt, wie sich Ernährung, Bewegung, Einkaufsverhalten und Wohlbefinden in dieser Zeit veränderten.

Ausgangslage

Zwischen dem 13. März und dem 26. April 2020 galten in der Schweiz die strengsten Massnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie. Schulen, Restaurants, Freizeit- und Kultureinrichtungen sowie zahlreiche Non-Food-Geschäfte blieben geschlossen. Eine Online-Befragung untersuchte, wie sich diese Massnahmen auf das Verhalten und die Gesundheit der Bevölkerung auswirkten.

Ergebnisse

Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen Bevölkerungsgruppen. Besonders stark betroffen waren Personen unter 45 Jahren im urbanen Umfeld. Sie erlebten spürbare Veränderungen in Beruf, Ernährung, körperlicher Aktivität und Gesundheit, während ältere Personen ihre Gewohnheiten weitgehend beibehielten.

Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner berichteten häufiger über negative Auswirkungen als die Landbevölkerung. Besonders belastet waren Haushalte mit geringem Einkommen, Familien sowie Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit.

Auch die Ernährung veränderte sich leicht. Die Befragten konsumierten insgesamt grössere Mengen, griffen häufiger zu Snacks und backten vermehrt selbst Brot. Gleichzeitig kochten sie öfter zu Hause und assen mehr Früchte und Gemüse. Vorräte wurden eher in Form von Lebensmitteln als von Getränken angelegt. Rund 44 % der Befragten wussten nicht, dass es dazu Empfehlungen gibt.

Die körperliche Aktivität nahm insgesamt ab, die Sitzzeiten stiegen und die Schlafqualität verschlechterte sich leicht. Psychische Belastungen waren deutlich spürbar, insbesondere bei Frauen, jüngeren Personen und Menschen im urbanen Raum.

Studiendesign

Die Online-Befragung fand vom 19. Juni bis 1. Juli 2020 statt und richtete sich an Personen ab 18 Jahren. Rund 1000 Teilnehmende aus der ganzen Schweiz beantworteten Fragen zu Ernährung, Einkaufsverhalten, Zubereitung von Mahlzeiten, Vorratshaltung, körperlicher Aktivität sowie zur physischen und psychischen Gesundheit während der Phase der strengsten Covid-19-Massnahmen.

Beteiligte

M.I.S Trend führte die Umfrage im Auftrag des BLV durch. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) wirkten daran mit.