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Veröffentlicht am 21. August 2026

Trifluoressigsäure (TFA)

TFA ist ein Abbauprodukt aus einer Vielzahl von Quellen, insbesondere von Kälte- und Treibmitteln, Pflanzenschutzmitteln oder auch Arzneimitteln. Über die Umwelt kann die Substanz in Lebensmittel und das Trinkwasser gelangen.

Vorkommen

TFA entsteht als Abbauprodukt von per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS). Es kann über viele Wege in die Umwelt gelangen und ist sehr gut wasserlöslich. Daher tritt es flächendeckend im Grundwasser auf und kann auch im Trinkwasser nachgewiesen werden. Die Substanz ist in der Umwelt nicht abbaubar.

Zum Vorkommen in pflanzlichen Lebensmitteln läuft derzeit eine Analyse des BLV.

Weitere Informationen: Untersuchungskampagne zu PFAS in Trinkwasser 2023, Verband der Kantonschemiker der Schweiz

Gesundheitsrisiken

Die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA hat das Risiko von TFA bei der Aufnahme über Lebensmittel und Trinkwasser 2026 neu bewertet. Dabei hat TFA im Tierversuch die Spiegel von Schilddrüsenhormonen verändert, insbesondere von Thyroxin. Thyroxin steuert Funktionen wie den Stoffwechsel oder die Körpertemperatur.

Aufgrund dieser Resultate legte die EFSA für Menschen eine zulässige tägliche TFA-Aufnahmemenge (ADI) von 0,014 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht fest. Dieser Wert liegt etwa dreieinhalb Mal tiefer als der bisherige. Auch eine akute Referenzdosis (ARfD) wurde definiert. Sie beträgt 0,07 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Die ARfD gibt die geschätzte maximale Menge eines Stoffs an, die im Verlauf eines Tages ohne erkennbares Gesundheitsrisiko aufgenommen werden kann. Diese Werte wurden noch nicht in rechtlich verbindliche Höchstwerte für Lebensmittel und Trinkwasser übersetzt.

Weitere Informationen:

EFSA-Risikobewertung von TFA, Juli 2026

Lebensmittelsicherheit und Konsumentenschutz

Höchstwerte für Schadstoffe in Lebensmitteln müssen mit den wichtigsten Handelspartnern der Schweiz koordiniert sein, um dasselbe Gesundheitsschutzniveau und einen reibungslosen Handel mit Lebensmitteln sicherzustellen. Die Schweiz steht bezüglich einer Regelung von TFA im Austausch mit ihren europäischen Partnern. Sollte die EU Höchstwerte für Lebensmittel oder das Trinkwasser erlassen, wird die Schweiz deren Übernahme prüfen.

Höchstwerte sind eine Schutzmassnahme für die Konsumentinnen und Konsumenten am Ende der Problemkette. Langfristig muss das Augenmerk darauf liegen, dass weniger Schadstoffe in die Umwelt und damit in Lebensmittel gelangen.