Taura-Syndrom
Das Taura-Syndrom ist eine hochansteckende Viruserkrankung bei Garnelen. Sie befällt vor allem Jungtiere und kann hohe Verluste verursachen. Für Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich.
Grundlagen zur Krankheit
Das Taura-Syndrom ist eine Viruskrankheit bei Garnelen. Die Erkrankung führt zu hohen Verlusten. Für den Menschen ist es ungefährlich.
Betroffen sind verschiedene Arten aus der Familie der Geisselgarnelen, darunter:
- Nördlich Braune Garnele (Farfantepenaeus aztecus)
- Atlantische Weisse Garnele (Litopenaeus setiferus)
- Blaue Garnele (Litopenaeus stylirostris)
- Weissbeingarnele (Litopenaeus vannamei)
- Sandgarnele (Metapenaeus ensis)
- Schwarze Tigergarnele (Penaeus monodon)
Symptome und Verlauf
Vor allem junge Garnelen unter 5 g sind anfällig. Typische Anzeichen:
- Blassrote Färbung
- Rötung von Schwanzfächer und Schwimmbeinen (Pleopoden)
- Nekrotische Läsionen auf der Kutikula
Die Krankheit kann hohe Verluste verursachen – mit einer Sterblichkeit von 40% bis über 90 %.
Vorkommen und Verbreitung
Auslöser ist ein Virus der Gattung Aparavirus. Die Übertragung erfolgt:
- durch infizierte zugekaufte Tiere
- indirekt über Wasser, Seevögel oder aquatische Insekten
- durch lebenslang infizierte Tiere, die das Virus an ihre Nachkommen weitergeben
Die Krankheit tritt bisher nur in Amerika auf, vor allem entlang der Pazifikküste von Peru bis Mexiko. In Europa wurden bisher keine Fälle bestätigt.