Surra (Trypanosoma evansi) bei Equiden und Paarhufern
Surra ist eine schwere, oft tödlich verlaufende Tierkrankheit, die durch Parasiten verursacht wird. Sie kommt in tropischen und subtropischen Regionen vor. Besonders gefährdet sind Pferde, Kamele und Hunde.
Grundlagen zur Krankheit
Surra ist eine Infektionskrankheit, die durch einzellige Parasiten verursacht wird. Besonders empfänglich sind Pferde, Kamele und Hunde – bei ihnen kann die Krankheit schwer verlaufen und tödlich enden. In sehr seltenen Fällen können sich auch Menschen infizieren.
In der Schweiz und in Europa sind bisher noch keine Fälle aufgetreten.
Symptome und Verlauf
Der Erreger Trypanosoma evansi infiziert viele Tierarten, darunter Pferde, Kamele, Wiederkäuer, Schweine, Hunde und Wildtiere. Menschen erkranken sehr selten und zeigen kaum Symptome.
Die Krankheitkann akut, chronisch oder ohne Symptome (subklinisch) verlaufen. Besonders schwer betroffen sind Kamele, Pferde und Hunde.
Typische Symptome sind:
- hohes Fieber
- Blutarmut
- Gewichtsverlust und Abmagerung
- Ödeme und Hautausschläge
- punktförmige Blutungen an Augen- und Genitalschleimhäuten
- Fehlgeburten bei weiblichen Tieren
Pferde entwickeln mitunter neurologische Störungen wie die typische Hinterhandlähmung (Lähmung der Hintergliedmassen) («Mal de caderas»).
Vorkommen und Verbreitung
Surra tritt in Nordafrika, Südostasien, Mittel- und Südamerika auf. Dort übertragen vor allem Bremsen (Tabaniden) und andere blutsaugende Fliegen die Krankheit. Fleischfressende Tiere infizieren sich meist durch den Verzehr von befallenem Fleisch.
Damit Surra nicht in die Schweiz eingeschleppt wird, ist eine Kontrolle des Tierverkehrs zentral.
Diagnostik, Bekämpfung und Schutz
Surra ist eine zu überwachende Tierseuche und somit meldepflichtig. Tierärztinnen und Tierärzte und Untersuchungslaboratorien müssen einen Verdacht der Kantonstierärztin oder dem Kantonstierarzt melden.