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MitteilungVeröffentlicht am 25. August 2026

Shamonda-Virus in der Schweiz: Überwachung wird ab Oktober angepasst

Das Shamonda-Virus wurde bei Rindern und vereinzelt bei Pferden nachgewiesen. Das IVI untersucht das Virus weiter. Ab Oktober liegt der Fokus auf Fehlgeburten sowie missgebildeten oder beeinträchtigten Jungtieren.

Das Shamonda-Virus wurde in der Schweiz bei Rindern und vereinzelt auch bei Pferden nachgewiesen. Das Institut für Virologie und Immunologie (IVI) untersucht das Virus und verfolgt seine Ausbreitung. Weitere Abklärungen laufen insbesondere zu den möglichen klinischen Auswirkungen bei verschiedenen Tierarten.

Ab Oktober 2026 wird die Überwachung in der Schweiz gezielter auf Fehlgeburten sowie missgebildete oder beeinträchtigte Jungtiere ausgerichtet. Proben von abortierten Föten sowie von missgebildeten oder beeinträchtigten Jungtieren werden am IVI weiterhin kostenlos auf das Shamonda-Virus untersucht. Die Kosten für diese Untersuchungen übernimmt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV).

Kostenlose Untersuchungen von Proben ausgewachsener Tiere werden nur noch bis Ende September 2026 angeboten. Ab 1. Oktober 2026 werden solche Untersuchungen nur noch kostenpflichtig durchgeführt. Weitere Informationen zum Vorgehen und zu den Untersuchungsmöglichkeiten sind auf der Website des IVI verfügbar.

Empfehlungen für Tierhaltende

Tierhaltende sollten bei Fieber, Durchfall, einem Rückgang der Milchleistung, einem Abort oder anderen Auffälligkeiten umgehend ihre Tierärztin oder ihren Tierarzt kontaktieren. Pferdehalterinnen und Pferdehalter sollten sich bei ungewöhnlichen neurologischen Symptomen ebenfalls an ihre Tierärztin oder ihren Tierarzt wenden.

Das Shamonda-Virus wird nach heutigem Wissensstand hauptsächlich durch Gnitzen übertragen. Die Tiere soweit möglich vor den Stichen dieser Insekten zu schützen, kann dazu beitragen, das Infektionsrisiko zu verringern. Während Hitzeperioden müssen die Tiere zudem konsequent vor Hitzestress geschützt werden, insbesondere durch ausreichend Wasser und Schatten sowie geeignete Kühlungsmassnahmen.

Weitere Informationen

IVI: Shamonda-Virus in der Schweiz

ISME Bern und Avenches: Shamonda-like Virus beim Pferd

RGS: Fieberhafte Durchfallerkrankungen bei Milchkühen

BGK: Kann das neuartige Orthobunyavirus der Milchkühe auch Schafe, Ziegen und Neuweltkameliden infizieren? | Beratungs- und Gesundheitsdienst für Kleinwiederkäuer BGK

FLI: weist neues Orthobunyavirus der Simbu-Serogruppe („Shamonda-like“) bei Rindern in Deutschland nach