Online-FFQ-Fragebogen für Ernährungsstudien in der Schweiz
Der neue validierte Online-FFQ-Fragebogen erfasst den Lebensmittelkonsum der erwachsenen Bevölkerung in der Schweiz semi-quantitativ, rasch und kostengünstig. Er stützt sich auf Daten der nationalen Ernährungserhebung menuCH und wurde zweisprachig entwickelt.
Ausgangslage
Entwicklung kurzer Online-Fragebögen
In der Schweiz fehlten lange Zeit Instrumente, um Ernährungsgewohnheiten online zu erheben – insbesondere validierte Fragebögen, die den durchschnittlichen Lebensmittelkonsum schnell und wiederholt auf nationaler Ebene erfassen können. Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) entwickelte 2008 einen Food Frequency Questionnaire (FFQ) mit 127 Lebensmitteln. Heute zeigt sich jedoch ein Trend zu kürzeren Fragebögen, um die Teilnahme zu erleichtern.
Warum ein Online-Fragebogen?
Damit die Ernährung bei Erwachsenen in der ganzen Schweiz rasch, kostengünstig und wiederholt erforscht werden kann, wurde von Juli 2020 bis Januar 2024 ein zweisprachiger (Deutsch/Französisch) Online-Fragebogen entwickelt: der Swiss-eFFQ. Er stützt sich auf die erste national repräsentative Ernährungserhebung menuCH und nutzt deren portionengenaue Abbildungen als Schätzhilfe. Der validierte ZHAW-FFQ von 2008 diente als Grundlage. Im Unterschied zu bestehenden Papier-basierten FFQ-Fragebögen vereinfacht der Swiss-eFFQ die Durchführung wiederholter Ernährungs- und Gesundheitsstudien und ermöglicht eine raschere Datenauswertung.
Informationen zu menuCH:
menuCH – Ergebnisse der Studie
Studiendesign
Aus den menuCH-Daten wurden diejenigen Lebensmittel ausgewählt, die wesentlich zur Energie- oder Nährstoffzufuhr beitragen. Für diese 83 Lebensmittel wurden die durchschnittlichen Portionsgrössen bestimmt und als Abbildungen im Swiss-eFFQ hinterlegt. Der neue Swiss-eFFQ wurde mit dem bestehenden ZHAW-FFQ verglichen und relativ validiert. Seine Reproduzierbarkeit wurde praxisnah geprüft.
Mit dem neuen zweisprachigen, web-basierten, semi-quantitativen Swiss-eFFQ, kann die Ernährung der erwachsenen Bevölkerung in der Schweiz präziser und effizienter erfasst und ausgewertet werden, als mit bisherigen FFQ-Fragebögen.
Beteiligte
Das Projekt wurde am Institut für Lebensmittel- und Getränkeinnovation der ZHAW im Rahmen einer Dissertation durchgeführt. Das BLV finanzierte rund 85 Prozent der Projektkosten.