Mykoplasmose bei Hühnern und Truthühnern
Mykoplasmose ist eine chronische Infektionskrankheit bei Hühnern und Truthühnern. Sie beeinträchtigt die Atemwege, das Wachstum und die Fruchtbarkeit – besonders bei Jungtieren.
Grundlagen zur Krankheit
Die Mykoplasmose ist eine bakterielle, chronische Erkrankung der Atemwege und Gelenke bei Geflügel. Besonders empfänglich sind Jungtiere. Die Krankheit verursacht wirtschaftliche Schäden durch schlechtere Schlupfraten, geringere Legeleistung und verlangsamtes Wachstum.
Mykoplasmen können über das Brutei direkt auf die Nachkommen übertragen werden. Deshalb ist es wichtig, Zuchttiere regelmässig zu überwachen – mit dem Ziel, mykoplasmenfreie Küken zu züchten.
Symptome und Verlauf
Typische Anzeichen sind:
- verminderte Schlupfraten und lebensschwache Küken
- Entzündungen der oberen Atemwege: Schnupfen, Niesen, geschwollene Augenlider
- Schwellungen der Gelenke und Bewegungseinschränkungen
- Veränderungen an der Eischale
Weitere Verluste entstehen, wenn Stressfaktoren wie Sekundärinfektionen, schlechte Stallhygiene oder hohe Besatzdichte hinzukommen.
Truthühner reagieren besonders empfindlich – die Symptome sind bei ihnen oft ausgeprägter.
Vorkommen und Verbreitung
Mykoplasmen verbreiten sich meist über infizierte, aber unauffällige Tiere (horizontal). In Zuchtbetrieben ist die Übertragung auf das Brutei (vertikal) besonders problematisch. Zudem ist eine Verbreitung über die Luft – etwa zwischen benachbarten Ställen – möglich.