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Infektion mit dem Virus der Gelbkopf-Krankheit

Die Gelbkopf-Krankheit ist eine hochansteckende Viruserkrankung bei Garnelen mit hoher Sterblichkeit. In Europa sind bisher keine Fälle aufgetreten. Die Krankheit ist für den Menschen nicht gefährlich.

Grundlagen zur Krankheit

Die Gelbkopf-Krankheit ist eine Viruserkrankung, die verschiedene Garnelenarten, unter anderem:

  • Blaue Garnele (Litopenaeus stylirostris)
  • Weissbeingarnele (Litopenaeus vannamei)
  • Jinga Garnele (Metapenaeus affinis)
  • Dolchklingen-Grasgarnele (Palaemonetes pugio)
  • Schwarze Tigergarnele (Penaeus monodon).

Die Krankheit wird auch als Yellowhead Disease (YHD) bezeichnet. Für Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich.

Symptome und Verlauf

Erste Anzeichen sind ein blasses Erscheinungsbild und eine gelbliche Verfärbung des unbeweglichen Vorderleibs (Cephalothorax), bedingt durch die verfärbte MItteldarmdrüse (Hepatopankreas). Innerhalb von zwei bis vier Tagen zeigen die betroffenen Garnelen Verhaltensänderungen: Zunächst fressen sie ungewöhnlich viel, gefolgt von Appetitlosigkeit. Kurz darauf sammeln sich sterbende Tiere an den Teichrändern, nahe der Wasseroberfläche. Die Sterblichkeit kann innerhalb von drei bis fünf Tagen nach Auftreten der ersten Symptome bis zu 100 % betragen.

Vorkommen und Verbreitung

Der Erreger ist ein Virus der Gattung Okavirus. Es kann über infizierte, zugekaufte Garnelen oder Garneleneier in einen Bestand eingeschleppt werden. Auch eine Übertragung über das Wasser ist möglich.

Die Gelbkopf-Krankheit tritt in Asien, Amerika und Australien auf. In Europa gab es bislang keine bestätigten Fälle.

Diagnostik, Bekämpfung und Schutz