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Illegaler Handel

Der illegale Handel mit geschützten Tier- und Pflanzenarten bedroht weltweit Biodiversität und Artenvielfalt. Erfahren Sie, wie die Schweiz mit Einfuhrverboten, internationalen Aktionen und anhand konkreter Beispiele wirksam gegen diesen Handel vorgeht.

Einfuhrverbote (Trade bans)

Bei Bedarf kann CITES Einfuhrverbote gegen einzelne Länder verhängen. In diesem Fall dürfen bestimmte Arten und deren Produkte aus diesen Ländern nicht mehr gehandelt werden. Solche Massnahmen kommen etwa zum Einsatz, wenn die IUCN (International Union for Conservation of Nature) eine Art als stark gefährdet einstuft oder ein Land nachweislich gegen CITES-Bestimmungen verstösst.

Aktueller Stand:

CITES: Countries currently subject to a recommendation to suspend trade (auf Englisch)

Operation Thunder

INTERPOL führt jährlich gemeinsam mit der Weltzollorganisation (World Customs Organization, WCO) die Operation Thunder durch. Ziel ist es, den illegalen Handel mit geschützten Arten weltweit zu bekämpfen. Zahlreiche Länder und Regionen beteiligen sich an dieser koordinierten Operation. Auch die Schweiz nimmt regelmässig an diesen Aktionen teil.

Mehr Informationen:

Interpol: 30,000 live animals seized in global operation against wildlife and forestry crime (auf Englisch)

Illegaler Handel mit Aalen (Glasaale)

Der europäische Aal (Anguilla anguilla) ist ein besonders prägnantes Beispiel dafür, wie stark gefährdete Arten trotz internationaler Schutzbestimmungen zum Ziel eines organisierten illegalen Handels werden.

Engagement der Schweiz

Beim Schmuggel von Europa nach Asien kann auch die Schweiz als Transitland genutzt werden. Das BLV und das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) sind für diese Form des illegalen Handels sensibilisiert. In der Schweiz kam es bereits zu mehreren Aufgriffen von Glasaalen.

Mehr Informationen:

SRF: Profitables Schmugglergeschäft – beschlagnahmte Glasaale im Murtensee freigesetzt

Schals aus der Wolle der Tibetantilope

Die Shahtoosh-Wolle der Tibetantilope (Pantholops hodgsonii) gilt als die feinste Wolle der Welt. Für einen einzigen Schal müssen drei bis fünf Tiere getötet werden. Entsprechend ist die Art vom Aussterben bedroht, und der Handel mit Shahtoosh-Schals ist international streng verboten.