Zum Hauptinhalt springen

Brucellose

Die Brucellose ist eine langsam verlaufende, oft unauffällige Infektion der Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen mit verschiedenen Bakterien der Gattung Brucella. Sie führt zu zahlreichen Spätaborten.

Grundlagen zur Krankheit

Die Brucellose befällt Rinder, Schafe, Ziegen, Bisons, Kamele, Alpakas, Lamas, Schweine, Hunde, Wildwiederkäuer, Füchse und Pferde. Die Krankheit ist auch auf den Menschen übertragbar und somit eine Zoonose. Hingegen ist die spezielle Brucellose der Widder, die Widder und weibliche Schafe betrifft, für den Menschen nicht gefährlich

Der Mensch steckt sich durch den direkten Kontakt mit Sekreten infizierter Tiere an. Aber auch durch den Konsum unpasteurisierter Milch oder daraus hergestellten Milchprodukten kann er sich infizieren. Da der Tierbestand in der Schweiz frei von Brucellen ist, stellt hier Rohmilch keine Gefahr dar.

Mehr Informationen zur Brucellose beim Menschen: Brucellose (Maltafieber, Morbus Bang)

Symptome und Verlauf

Die Krankheit ist gekennzeichnet durch seuchenhafte Spätaborte im letzten Trächtigkeitsdrittel. Sie zeigt sich auch durch Hoden- und Nebenhodenentzündungen und nachfolgende Fruchtbarkeitsstörungen. Vielfach verläuft die Brucellose bei Tieren aber latent, das heisst, die Tiere scheinen beschwerdefrei zu sein.

Vorkommen und Verbreitung

Erreger der Brucellose sind verschiedene Bakterien der Gattung Brucella. Die Erregerart unterscheidet sich je nach Tierart. Die Brucellose der Widder wird durch das Bakterium Brucella ovis verursacht.

Infizierte Tiere scheiden den Erreger vor allem durch die Sexualorgane und die Milchdrüsen aus. Eine Übertragung kann also durch infizierten Samen oder beim Säugen stattfinden. Eine Infektion ist aber auch über die Aufnahme von infiziertem Material, über Hautverletzungen und über die Schleimhäute möglich.

Diagnostik, Bekämpfung und Schutz