Vertrieb

Das BLV publiziert jährlich Daten zum Vertrieb von Antibiotika in der Veterinärmedizin. Mit diesen Daten können zunehmende oder abnehmende Verkaufstendenzen einzelner Antibiotikaklassen aufgezeigt werden.  

Aktuell

Veterinärmedizin – 2018 ging der Vertrieb von Antibiotika leicht zurück

Die Gesamtmenge der vertriebenen Antibiotika zur Behandlung von Tieren ist in der Schweiz weiter rückläufig. Allerdings nimmt die Menge weniger deutlich ab, als in den Jahren zuvor.

Veterninärmedizin – 2018 ging Vertrieb von Antibiotika erneut leicht zurück

Während der Vertrieb der für die Humanmedizin kritischen Antibiotikaklassen in der Veterinärmedizin auch 2018 deutlich zurückgegangen ist, wurden vermehrt anderer Antibiotikaklassen (z. B. Penicilline und Tetracycline) verkauft. Das zeigt, dass eine hohe Sensibilisierung für den sachgemässen Einsatz von Antibiotika vorhanden ist.

Veterninärmedizin – 2018 nochmals deutlicher Rückgang beim Vertrieb kritischer Antibiotika

Dies sind die wichtigsten Schlussfolgerungen im Jahresbericht über den Antibiotikavertrieb in der Veterinärmedizin.

(02.07.2019) 

Einkaufswagen voller Medikamente vor Holzwand

Der Einsatz von Antibiotika bei Tieren kann bisher einzig anhand von Vertriebszahlen abgeschätzt werden. Firmen („Zulassungsinhaber“), die Antibiotika für die Veterinärmedizin vertreiben (z.B. an Tierarztpraxen, Apotheken, Futtermühlen), melden einmal pro Jahr die Anzahl verkaufter Packungen pro Antibiotikapräparat. Das BLV analysiert diese Daten und publiziert sie in einem jährlichen Bericht (siehe ARCH-Vet unter „Weitere Informationen“).

Die Statistik zu den Vertriebsmengen gibt Aufschluss darüber, welche Antibiotikaklassen im Laufe der Zeit häufiger oder seltener verkauft wurden. Sie lässt aber keine Aussagen über den Antibiotikaeinsatz bei spezifischen Tierarten oder Produktionstypen zu. Ebenso wenig ist eine Auswertung bezogen auf behandelte Krankheiten oder die Behandlungshäufigkeiten möglich. Die Daten eignen sich nicht, um übermässigen oder unsachgemässen Antibiotikaeinsatz zu identifizieren, die Wirkung von Massnahmen zu überprüfen oder Zusammenhänge mit der Resistenzlage aufzuzeigen. Für die Resistenzentwicklung ist nicht die Gesamtmenge Antibiotika relevant, sondern die Anzahl Behandlungen pro Tier bzw. die Anzahl behandelter Tiere pro Zeiteinheit. Um diese zu erfassen ist eine Datenbank nötig, die die Verschreibung von Antibiotika auf Ebene Tierarzt aufzeigt. Im Rahmen der Strategie Antibiotikaresistenzen (StAR) wurde eine solche zentrale Datenbank geschaffen.

Weitere Informationen

Letzte Änderung 02.07.2019

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