Vertrieb

Das BLV publiziert jährlich Daten zum Vertrieb von Antibiotika in der Veterinärmedizin. Mit diesen Daten können zunehmende oder abnehmende Verkaufstendenzen einzelner Antibiotikaklassen aufgezeigt werden.  

Aktuell

Veterinärmedizin – 2017 ging der Verkauf von Antibiotika erneut zurück

Die Gesamtmenge der verkauften Antibiotika zur Behandlung von Tieren ist in der Schweiz weiter rückläufig.

Veterinärmedizin: Der Verkauf von Antibiotika ist in den letzten zehn Jahren um mehr als die Hälfte zurückgegangen

Bereits zum zweiten Mal in Folge ist 2017 auch der Verkauf der für die Humanmedizin kritischen Antibiotikaklassen in der Veterinärmedizin deutlich zurückgegangen. 

Veterinärmedizin: Rückgang des Verkaufs von kritischen Antibiotika im zweiten Jahr in Folge

Dieser Rückgang der Verkäufe, insbesondere der kritischen Antibiotika, zeigt, dass die Sensibilisierung der Tierärzteschaft und Tierhaltenden in den letzten Jahren weiter zugenommen hat. Dies sind die wichtigsten Schlussfolgerungen des Jahresberichts über den Antibiotikavertrieb in der Veterinärmedizin.

(26.06.2018) 

Einkaufswagen voller Medikamente vor Holzwand

Der Einsatz von Antibiotika bei Tieren kann bisher einzig anhand von Vertriebszahlen abgeschätzt werden. Firmen („Zulassungsinhaber“), die Antibiotika für die Veterinärmedizin vertreiben (z.B. an Tierarztpraxen, Apotheken, Futtermühlen), melden einmal pro Jahr die Anzahl verkaufter Packungen pro Antibiotikapräparat. Das BLV analysiert diese Daten und publiziert sie in einem jährlichen Bericht (siehe ARCH-Vet unter „Weitere Informationen“).

Die Statistik zu den Vertriebsmengen gibt Aufschluss darüber, welche Antibiotikaklassen im Laufe der Zeit häufiger oder seltener verkauft wurden. Sie lässt aber keine Aussagen über den Antibiotikaeinsatz bei spezifischen Tierarten oder Produktionstypen zu. Ebenso wenig ist eine Auswertung bezogen auf behandelte Krankheiten oder die Behandlungshäufigkeiten möglich. Die Daten eignen sich nicht, um übermässigen oder unsachgemässen Antibiotikaeinsatz zu identifizieren, die Wirkung von Massnahmen zu überprüfen oder Zusammenhänge mit der Resistenzlage aufzuzeigen. Für die Resistenzentwicklung ist nicht die Gesamtmenge Antibiotika relevant, sondern die Anzahl Behandlungen pro Tier bzw. die Anzahl behandelter Tiere pro Zeiteinheit. Um diese zu erfassen ist eine Datenbank nötig, die die Verschreibung von Antibiotika auf Ebene Tierarzt aufzeigt. Im Rahmen der Strategie Antibiotikaresistenzen (StAR) wird eine solche zentrale Datenbank geschaffen.

Weitere Informationen

Letzte Änderung 15.08.2018

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