Prävention

Vorbeugen ist besser als Behandeln! Durch eine optimierte Haltung und Betreuung soll die Tiergesundheit gestärkt und der Bedarf an Antibiotika gesenkt werden.

StAR Prävention

Infektionen, die einen Einsatz von Antibiotika unumgänglich machen, sollen wenn immer möglich vermieden werden. Dieses Ziel kann durch gezielte präventive Massnahmen erreicht werden. Dies sind zum Beispiel die Behebung von Mängeln in der Haltung und Fütterung, ein adäquates Hygienemanagement sowie Verbesserungen in der Biosicherheit. Mängel in diesen Bereichen werden oft lange nicht erkannt und durch den Einsatz von Antibiotika maskiert. Tierhaltende und Tierärztinnen bzw. Tierärzte sollen gemeinsam auf eine bessere Tiergesundheit hinarbeiten, denn mit einer guten Bestandesbetreuung und einem intensiven gegenseitigen Austausch lassen sich Verbesserungen erzielen.

Auch Impfungen schützen vor Krankheiten. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Tiergesundheit und sollen gefördert werden.

Weiter soll die Entwicklung von praxisnahen, sicheren und günstigen Laboruntersuchungen unterstützt werden. Eine gründliche Diagnostik kann bei der Entscheidung helfen, ob in einer bestimmten Situation Antibiotika medizinisch wirklich nötig sind oder nicht.

Massnahmen im Bereich Tier


Förderung der Diagnostik für eine bessere Tiergesundheit

Patho Pig

Schweinehalter haben seit 2014 die Möglichkeit, gewisse Bestandesprobleme durch subventionierte Diagnostik (Sektion und Untersuchung eines Tierkadavers) abklären zu lassen. Details zum Projekt und Teilnahmebedingungen unter „Weitere Informationen“.

Patho Calf

Auf Kälbermast-, Kälberaufzucht- und Munimastbetrieben mit Bestandesproblemen wird seit 2016 eine gezielte diagnostische Abklärung der Ursachen subventioniert. Details zum Projekt und Teilnahmebedingungen unter „Weitere Informationen“.


Förderung des Fachaustauschs für eine bessere Tiergesundheit

Arbeitskreis Eutergesundheit

In einem Forschungsprojekt wird ein neuer Ansatz zur Verbesserung der Eutergesundheit von Milchkühen und gleichzeitiger Senkung des Antibiotikaverbrauchs erforscht. Tierärzte und Tierärztinnen bilden sich in sogenannten Arbeitskreisen weiter.

Wissen wird nicht primär durch Vermitteln von Theorie, sondern dank moderierter Diskussionen unter Kolleginnen und Kollegen vertieft und weitervermittelt. Bei regelmässigen Treffen setzen sich die Teilnehmenden mit Themen der Eutergesundheit und des Antibiotikaeinsatzes auseinander. Dies sind beispielsweise Diagnostik, Therapie, Herdensanierung oder Kommunikation. Details siehe „Weitere Informationen“.


Förderung der Betriebshygiene und der Biosicherheit 

Mit Einbezug von Expertinnen und Experten wird ein Konzept für eine optimierte Betriebshygiene und die Einhaltung von Biosicherheitskriterien in Schweizer Schweine- und Rinderhaltungen erarbeitet.


Brancheninitiativen

Auch private Organisationen sind aktiv im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen. Siehe „Weitere Informationen“.
 

Weitere Informationen

Im Detail


Neue Website zum Schutz vor biologischen Gefahren bei Nutztieren

Die neue interaktive Plattform www.gesunde-nutztiere.ch ermöglicht den Tierhaltenden, die Tiergesundheit zu stärken und die Tiere vor Erkrankungen zu schützen. Durch Biosicherheitsmassnahmen werden die Gesundheit von Tier und Mensch geschützt und der Antibiotikaverbrauch verringert.


Neu: Handbuch Infektionsprävention und -kontrolle für Tierarztpraxen und -kliniken in der Schweiz

Das Handbuch wurde von der Vetsuisse Zürich mit weiteren Experten erarbeitet und soll die Tierärzteschaft bei der Umsetzung von Massnahmen in der Infektionsprävention unterstützen.


Impfleitfaden


Förderung der Diagnostik für eine bessere Tiergesundheit


Förderung des Fachaustauschs für eine bessere Tiergesundheit


Branchenintiativen


Weitere Projekte zur Förderung der Tiergesundheit

Letzte Änderung 15.09.2020

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