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Alternativen zu Tierversuchen / Das Prinzip 3R

Forschende sind in der Schweiz verpflichtet, die Anzahl der Tiere für Tierversuche auf ein Minimum zu reduziern, wenn möglich Alternativmethoden einzusetzen und die unbedingt nötigen Tierversuche so schonend wie möglich durchzuführen. Dies ist das sogenannte 3R-Prinzip: reduce, refine, replace (reduzieren, verfeinern, ersetzen).


Braucht es den Tierversuch überhaupt? Wenn ja, liesse er sich auch mit weniger Tieren durchführen? Wie könnte die Belastung im Versuch und in der Haltung gesenkt werden? Diese Fragen müssen Forschende in einem Bewilligungsgesuch überzeugend beantworten.

In der Schweiz sind Forschende zur Anwendung des 3R-Prinzips verpflichtet. Die Stiftung Forschung 3R - mit Vertretern der parlamentarischen Gruppe für Tierversuchsfragen, der Stiftung Animalfree Research, der Interpharma und des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen - unterstützt Forschungsprojekte im 3R-Bereich.

Das 3R-Prinzip zeigt Wirkung: seit den 80er Jahren ist die Zahl der Versuchstiere von 2 Millionen auf 600.000 stark zurückgegangen. Schwierig bleibt jedoch der komplette Ersatz von Tierversuchen: die Ersatzmethoden müssen nicht nur wissenschaftlich funktionieren, sondern auch international Anerkennung finden. Erfolge gibt es dabei insbesondere in der Toxikologie.

Aktuell:

Tierversuche in der Schweiz: Bundesrat lässt Schaffung eines Kompetenzzentrums prüfen

Der Bundesrat hat heute einen Bericht über Tierversuche in der Schweiz verabschiedet. Dieser zeigt auf, wie die Erforschung von Alternativmethoden gefördert, die Zahl der Tierversuche verringert und die Belastung der Tiere vermindert werden kann. Der Bundesrat schlägt hierzu mehrere Massnahmen vor.
Typ: PDF
Zukunft der Stiftung Forschung 3R und Alternativmethoden für Tierversuche
Bericht des Bundesrates in Erfüllung des Postulats 12.3660 der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur NR vom 17. August 2012
Letzte Änderung: 01.07.2015 | Grösse: 162 kb | Typ: PDF


Swiss 3R Network, die moderierte Internet-Plattform für 3R:

Diese Plattform soll dazu einladen, 3R-Fragestellungen aus dem Laboralltag rasch, gezielt und kompetent zu beantworten. Sie ist von Prof em Kurt Bürki, Professor für Labortierkunde, entwickelt worden, mit Mitteln des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV. Prof Bürki kb@seniorscientist.ch betreut die 3R-Plattform als Moderator. Neue 3R-Inhalte für die Plattform und Anregungen nimmt er gerne entgegen. Für die Nutzung der Member area registrieren Sie sich bitte unter dem Link

Besserer Tierschutz und schonende Tierversuche mit 3R - Replace, Reduce und Refine

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen hat beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation einen Vorschlag für ein nationales Forschungsprogramm für 3R eingereicht. Ziel dieses NFP-Vorschlags ist es, in der Schweiz eine 3R-Kultur in der Wissenschaft zu etablieren, mit der die Anzahl Tierversuche nachhaltig reduziert und das Leiden der Tiere auf ein Minimum beschränkt werden können. Es sollen finanzielle Mittel für die gezielte Erforschung und Entwicklung von Alternativmethoden zu Tierversuchen sowie von neuen Reduction- und Refinement-Techniken und -Verfahren bereitgestellt werden.
Typ: PDF
Vorschlag nationales Forschungsprogramm für 3R
Letzte Änderung: 13.01.2014 | Grösse: 193 kb | Typ: PDF


Fachkontakt: info@blv.admin.ch

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http://www.blv.admin.ch/themen/tierschutz/00777/03580/index.html?lang=de