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Campylobacteriose

Die Campylobacteriose ist eine durch Bakterien verursachte Infektionskrankheit. Durch die richtige Lagerung, Handhabung und Verarbeitung kritischer Lebensmittel können die Konsumentinnen und Konsumenten Infektionen vermeiden.


AKTUELL

Neue Studie zeigt Ursachen für Campylobacter Infektion in der Schweiz auf

Campylobacter-Infektionen zählen weltweit zu den häufigsten Ursachen von Durchfallerkrankungen durch Lebensmittel. Die Schweiz verzeichnet jährlich zwischen 7000 und 8000 laborbestätigte Erkrankungen. Nun nennt eine Studie des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institutes (Swiss TPH) die Hauptursache. In der Studie (Link unten), durchgeführt im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) und in Absprache mit dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), wurden die zwischen Dezember 2012 und Februar 2013 gemeldeten Krankheitsfälle untersucht. Der häufigste Grund für eine Ansteckung mit Campylobacter ist kontaminiertes Fleisch, speziell Geflügel. Die Campylobacteriose tritt gehäuft im Sommer während der Grillsaison in Erscheinung sowie über die Festtage Ende Jahr. Die Ansteckung mit der Infektion lässt sich aber leicht verhindern, wenn einfache Hygieneregeln beachtet werden.

Typ: PDF
Fragen und Antworten Campylobacter
Letzte Änderung: 03.07.2014 | Grösse: 39 kb | Typ: PDF


Schutz vor lebensmittelbedingten Infektionen

In der Schweiz ist die Campylobacteriose meldepflichtig. Sie ist seit 1995 am häufigsten gemeldete lebensmittelbedingte Infektionskrankheit. Im Jahr 2011 wurden dem BAG 7'886 Fälle gemeldet,.
An Campylobacteriose erkrankte Patienten und Patientinnen leiden an schwerem Durchfall in Kombination mit Fieber und Unterbauchkrämpfen. Normalerweise heilt die Erkrankung nach wenigen Tagen von selbst aus. In seltenen Fällen kann aber auch das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) als Komplikation einer Campylobacteriose auftreten.


Infektion des Menschen

Die Übertragung auf den Menschen erfolgt in erster Linie durch Lebensmittel, welche mit dem Bakterium Campylobacter kontaminiert sind. Das Bakterium Campylobacter kommt in Nutztier- und Haustierbeständen sowie in der Umwelt vor. Das Bakterium wird über den Kot der Tiere ausgeschieden und kann beim Melken oder Schlachten in oder auf die Lebensmittel gelangen. Somit sind vor allem rohe, unverarbeitete Lebensmittel tierischer Herkunft betroffen, insbesondere rohes Geflügelfleisch.


Inaktivierung von Campylobacter

Campylobacter Bakterien können im Lebensmittel überleben, sich darin aber nicht vermehren. Da Lebensmittel durch eine Kontamination mit Campylobacter nicht verderben, können Konsumentinnen und Konsumenten betroffene Lebensmittel nicht an Geruch oder Aussehen erkennen.
Campylobacter kann durch die richtige Kombination von Hitze und Zeit sicher abgetötet werden (mindestens 70°C für 2 min. im Innern des Lebensmittels). Dies wird durch das Braten, Kochen oder Pasteurisieren gewährleistet.
Ein Tiefgefrieren der Lebensmittel reduziert die Anzahl Campylobacter, kann diese aber nicht vollständig abtöten. 


Der richtige Umgang im Privathaushalt: Hygienetipps

Um Infektionen mit Campylobacter im Privathaushalt möglichst zu vermeiden, ist es insbesondere wichtig, dass Konsumentinnen und Konsumenten den richtigen Umgang mit rohem Fleisch kennen.
Durch die richtige Lagerung, Handhabung und Verarbeitung können Infektionen vermieden werden. Ausführliche Informationen sind hier verfügbar:

Die wichtigsten Hygienetipps zur Vermeidung einer Infektion mit Campylobacter und anderen Lebensmittelinfektionserregern sind:

  • Hände und Fingernägel vor und nach dem Umgang mit rohem Fleisch gründlich mit Seife reinigen.
  • Haustiere von Lebensmitteln fern halten, während dem Kochen nicht streicheln.
  • Rohes Fleisch nach dem Einkauf möglichst schnell kühllagern oder tiefgefrieren und so aufbewahren, dass Fleischsaft nicht auslaufen und andere Lebensmittel verunreinigen kann.
  • Rohes Fleisch vor der Verarbeitung nur kurz bei Raumtemperatur stehen lassen.
  • Auftausaft vor der Verarbeitung weggiessen.
  • Rohes Fleisch immer auf separater Unterlage (Schneidebrett) bearbeiten. Unterlage und Messer nach jeder Anwendung mit möglichst heissem Wasser und Spülmittel gründlich reinigen.
  • Rohen Fleischsaft mit Einwegtuch oder Haushaltpapier aufwischen
  • Rohes Fleisch darf nicht in Kontakt kommen mit Speisen, die genussfertig sind
  • Geflügel- und anderes Fleisch ausreichend erhitzen. Insbesondere Geflügelfleisch immer durchgaren, sodass keine roten Stellen mehr sichtbar sind und sich das Fleisch leicht vom Knochen lösen lässt.
  • Putzlappen und Handtücher regelmässig auswechseln und bei hoher Temperatur (mind. 60°C) waschen.

Fachkontakt: info@blv.admin.ch
Zuletzt aktualisiert am: 11.09.2012

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