Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV

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Primärproduktion: Fütterung und Tierhaltung

Am Ursprung der Lebensmittelkette steht die Haltung, Fütterung und Pflege der Nutztiere, von denen die Lebensmittel gewonnen werden. Schweizer Nutztiere sollen ausreichend Lebensraum haben und tiergerecht gehalten werden. Für die Fütterung werden nur streng kontrollierte, tier- und umweltgerechte Futtermittel eingesetzt.

Nur eine fach- und tiergerechte Nutztierhaltung, - fütterung und -zucht führt zu einem gesunden Viehbestand und letztlich zu gesunden, qualitativ einwandfreien und ethisch vertretbaren Lebensmitteln. Die Garantie dafür ist in erster Linie das fachliche Können der Landwirte und ihre gewissenhafte Selbstkontrolle. Zusätzlich kontrolliert und überwacht der schweizerische Veterinärdienst die Tiergesundheit. Bei den amtstierärztlichen Kontrollen werden zudem der Umgang mit Arzneimitteln, die Hygiene und die Kennzeichnung der Tiere überprüft. Für fachlich kompetente Landwirte sind diese Kontrollen und ihre Resultate eine Bestätigung dafür, dass sie auf dem richtigen Weg sind.
Tierschutz
Schweizer Nutztiere sollen ausreichend Lebensraum haben und artgerecht gehalten werden. Dies ist im Schweizer Tierschutzgesetz und in der Tierschutzverordnung verankert. So dürfen beispielsweise Kälber bis zum Alter von 4 Monaten nicht angebunden gehalten werden und Rinder müssen regelmässig Bewegung ausserhalb des Stalles haben.
Fütterung
Im Grasland Schweiz besteht das Futter der Nutztiere nach wie vor zu einem grossen Teil aus natürlichem Raufutter. Im Übrigen dürfen für die Fütterung der Nutztiere nur streng kontrollierte, art- und umweltgerechte Futtermittel eingesetzt werden. Diese dürfen gentechnisch nicht verändert sein (GVO-frei). Seit 1999 darf kein Tierkörpermehl mehr verfüttert werden. Die Zugabe von Hormonen, Antibiotika und antimikrobiellen Leistungsförderern ist seit 1997 verboten. Für die Einhaltung dieser Vorschriften sorgt die Eidgenössische Forschungsanstalt Liebefeld-Posieux (ALP).

Tiergesundheit
Da Seuchenausbrüche zu grossen wirtschaftlichen Einbussen führen und da viele Krankheitserreger aus dem Tierreich auch für Menschen gefährlich sind (sogenannte Zoonosen), hat die Gesundheit der Nutztiere höchste Priorität. Entscheidend ist eine gute Stallhygiene. Arzneimittel werden nur in enger Zusammenarbeit mit dem Tierarzt eingesetzt.

Die Schweiz ist seit langem frei von allen handelsrelevanten hochansteckenden Tierseuchen. Damit dies so bleibt, setzt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen die Tiergesundheitsstrategie Schweiz 2010+ in die Tat um:
Tierverkehrskontrolle
Die Tierverkehrskontrolle gilt für Pferde sowie für alle Klauentiere: Rinder, Schafe, Ziegen, Schweine, aber auch für Büffel, Lamas, Alpakas sowie Dam- und Rothirsche, die in der Schweiz in menschlicher Obhut gehalten werden. Sie werden nach der Geburt gekennzeichnet und in einer nationalen Datenbank erfasst. Kontakte mit anderen Tieren, Verschiebungen in andere Betriebe und Tod oder Schlachtung werden registriert.
Aufzeichnungspflicht
Auf der Stufe Primärproduktion werden neben dem Fachwissen der Landwirte Aufzeichnungen über die verschiedensten Tätigkeiten verlangt. Näheres unter den folgenden Links:

Fachkontakt: info@blv.admin.ch

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