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Campylobacteriose


Aus dem Bericht zur Überwachung von Tierseuchen und Zoonosen 2013:

Typ: PDF
Überwachung 2013: Campylobacter (Kurzfassung)
Letzte Änderung: 09.10.2014 | Grösse: 172 kb | Typ: PDF

Mehr dazu:

Die Krankheit beim Tier

An Campylobacteriose können Geflügel, Wildvögel, Haustiere (Hund, Katze), Nutztiere (Rind, Schaf, Ziege, Schwein), Nager (Hamster, Kaninchen) und der Mensch erkranken.

Symptome
Bei Tieren verlaufen Infektionen mit Campylobacter meist symptomlos. Bei Jungtieren können Allgemeinstörungen und entzündliche Erkrankungen des Darmes (Enteritis) auftreten.

Ansteckung
Träger von Campylobacter spp. (Reservoirs) scheiden den Erreger aus und kontaminieren ihre Umgebung. Über den oralen Weg gelangt der Erreger auf weitere Individuen.

Prävention
Für die meisten Tiere ist eine Infektion mit Campylobacter spp. harmlos, zeigen sie doch nur selten Symptome. Die medizinische Bedeutung liegt eindeutig in der Kontamination der Schlachtkörper und der davon ausgehenden Gefahr von Lebensmittelinfektionen beim Menschen. Gerade bei Hühnerbeständen liegt die Durchseuchungsrate sehr hoch. Deshalb ist es von grosser Wichtigkeit, schrittweise erregerfreie Bestände aufzubauen. Im Vordergrund stehen dabei hygienische Massnahmen, die eine Infektion des Tierbestandes verhindern.

Staatliche Bekämpfung
Die Campylobacteriose ist eine zu überwachende Tierseuche und meldepflichtig. 

Die Krankheit beim Menschen

Die Campylobacter-Enteritis ist die häufigste durch Lebensmittel übertragene Gastroenteritis in industrialisierten Ländern.

Symptome
Infiziert sich ein Mensch mit Campylobacter spp. kommt es zu Bauchschmerzen, wässrigen oder blutigen Durchfällen, erhöhter Temperatur und manchmal zu Erbrechen und hohem Fieber; bei Kindern treten auch Fieberkrämpfe auf. In seltenen Fällen wird der Gesamtorganismus infiziert (Septikämie).

Ansteckung
Die Ansteckung erfolgt über den Genuss nicht genügend erhitzter kontaminierter Lebensmittel und direkten Tierkontakt.
Kontaminierte Wasserquellen stellen in Entwicklungsländern ein grosses Gefahrenpotenzial dar (Auslandreisen!). Bei mangelhafter Hygiene oder direktem Stuhlkontakt kann auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgen.

Prävention
Eine sorgfältige Küchenhygiene wird dringend empfohlen. So sollte eine Rekontamination von Lebensmitteln durch Hände oder Arbeitsutensilien nach der Zubereitung von Speisen unbedingt vermieden werden. Auf den Konsum von unpasteurisierter Milch und unvollständig erhitzter Lebensmittel tierischer Herkunft ist zu verzichten und das Händewaschen nach Toilettenbesuch oder Tierkontakt ist unerlässlich.

Staatliche Bekämpfung
Für die Campylobacter-Enteritis besteht eine Labormeldepflicht. Bei gehäuftem Auftreten (z. B. Lebensmittelvergiftung) muss auch der Arzt eine Meldung erstellen.


Fachkontakt: info@blv.admin.ch

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Tierseuchenfälle Schweiz

Campylobacter-Plattform

Ende 2008 schlossen sich Behörden auf kantonaler und Bundesebene, Forschende und die Geflügelbranche in der Campylobacter-Plattform zusammen, um den Durchfallerreger Campylobacter einzudämmen. Das Ziel: weniger Campylobacter-Erkrankungen beim Menschen. In einer ersten Phase wurden verschiedene Forschungsprojekte realisiert, die nun grösstenteils abgeschlossen sind und wertvolle Daten für künftige Massnahmen liefern.

Weitere Informationen

Typ: PDF

20.08.2013 | 41 kb | PDF
Typ: PDF

27.08.2012 | 1418 kb | PDF

Gesetzgebung

Zu überwachende Tierseuche und Zoonose - meldepflichtig

Tierseuchenverordnung
Art. 291

Links



http://www.blv.admin.ch/themen/02794/02829/02847/index.html?lang=de