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Sauerbrut der Bienen

Bakterielle Erkrankung der Bienenbrut, sehr ansteckend. Auch als Differentialdiagnose der Faulbrut wichtig.

Betrifft Bienen
Die Bienenbrut ist das empfängliche Stadium. Für den Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich.

Krankheitsanzeichen
Die Krankheit verläuft rasch. Die Maden sterben schon vor der Verdeckelung. Die erkrankten Maden verfärben sich gelblich bis schwarz-braun und werden zu einer breiigen bis wässrig-körnigen Masse, die selten fadenziehend ist. Die Sauerbrut kann unterschiedliche unangenehme Gerüche annehmen: Geruch nach Käse oder Fussschweiss bis säuerlich. Eingetrockneter, glatt glänzender Schorf findet sich in der Regel am Zellgrund. Er lässt sich leicht als Schuppe aus der Zelle heben.

Es sind meist nur einzelne Völker betroffen.

Ansteckung und Verbreitung durch Zukauf verseuchter Bienen oder indirekten Kontakt
Die Krankheit wird hauptsächlich durch Bienenzukauf, verseuchte Waben, Räuberbienen, „verseuchte" Geräte oder den Imker übertragen.

Wo? Weltweit
Der Erreger ist weltweit verbreitet und kommt in der Schweiz häufig vor. Überblick über die Seuchenlage in der Schweiz siehe "Datenbank Tierseuchenfälle Schweiz".

Erreger: Bakterien
Der Erreger ist das Bakterium Melissococcus plutonius.

Was tun?
Halten Sie die allgemeinen vorbeugenden Massnahmen gegen Tierseuchen ein. Schleppen Sie die Krankheit nicht durch zugekaufte Bienen in einen Bestand ein, und achten Sie bei jeder Völkerkontrolle auf das Brutbild. Lückenhafte Brutflächen sind verdächtig. Es existiert kein vorbeugender Impfstoff gegen die Krankheit.

Die Sauerbrut der Bienen ist eine zu bekämpfende und somit meldepflichtige Tierseuche. Wer Tiere hält oder betreut, muss Verdachtsfälle dem Bestandestierarzt/der Bestandestierärztin melden.


Fachkontakt: info@blv.admin.ch

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http://www.blv.admin.ch/gesundheit_tiere/01065/01110/01126/index.html?lang=de