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Faulbrut der Bienen

Bakterielle Erkrankung der Bienenbrut. Sehr ansteckend.

Betrifft Bienenbrut
Ansteckungsgefährdet sind ein bis zwei Tage alte Maden der Honigbienen. Für den Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich.

Krankheitsanzeichen
Die Krankheit verläuft langsam. Befallene Maden sterben meist erst nach der Deckelung im Steckmaden- oder Puppenstadium, Sie verwandeln sich in eine gelbbraune, immer dunkler werdende und stark fadenziehende Masse. Die Zelldeckel der befallenen Waben sinken ein, und es entstehen darin schliesslich Löcher. Der hochansteckende Zellinhalt trocknet ein und liegt als schwer entfernbarer Schorf in der unteren Zellrinne. Eine frische Infektion riecht nach frischem Quark.

Ansteckung und Verbreitung u.a. durch indirekten Kontakt, vor allem über Futter
Ansteckende Sporen des Erregers werden meist indirekt über Futter von Volk zu Volk verbreitet. Dies geschieht durch Räuberbienen, erregerhaltiges Bienenfuttermittel oder Honig. Auch über den Imker, erregerhaltige Waben, Geräte oder zugekaufte Bienen kann die Krankheit weiterverbreitet werden.

Ansteckung und Verbreitung innerhalb eines Volks: Entwickeln sich infizierte Maden zu Steckmaden, Vorpuppen und Puppen, bilden sich grosse Mengen an ansteckenden Sporen. Bienen, die Zellen von toten Steckmaden oder Vorpuppen reinigen, übertragen die Krankheit bei der Fütterung auf eine neue Brut.

Wo? Weltweit
Der Erreger ist weltweit verbreitet und kommt in der Schweiz häufig vor. Überblick über die Seuchenlage in der Schweiz siehe "Datenbank Tierseuchenfälle Schweiz".

Erreger: Bakterien
Der Erreger ist das Bakterium Paenibacillus larvae. Sporen dieses Erregers haben eine hohe Überlebensfähigkeit. Sie bleiben ausserhalb des Volkes jahrzehntelang ansteckend und überleben auch bei Trockenheit, Nässe, Hitze und Kälte.

Was tun?
Halten Sie die allgemeinen vorbeugenden Massnahmen gegen Tierseuchen ein. Achten Sie bei jeder Völkerkontrolle auf das Brutbild. Lückenhafte Brutflächen sind verdächtig. Es existiert kein vorbeugender Impfstoff gegen die Krankheit.

Die Faulbrut der Bienen ist eine zu bekämpfende und somit meldepflichtige Tierseuche. Wer Tiere hält oder betreut, muss Verdachtsfälle dem Bestandestierarzt/der Bestandestierärztin melden.


Fachkontakt: info@blv.admin.ch

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http://www.blv.admin.ch/gesundheit_tiere/01065/01110/01125/index.html?lang=de