Volltextsuche

 

Beginn Hauptnavigation

Ende Hauptnavigation


Beginn Inhaltsbereich

Beginn Navigator

  • Startseite

Ende Navigator



Porcines reproduktives und respiratorisches Syndrom (PRRS)

Virusinfektion der Schweine, die Fruchtbarkeitsstörungen, Aborte, Geburten lebensschwacher Ferkel und milde respiratorische Symptome verursachen kann. Für den Menschen ist das Virus nicht gefährlich und das Fleisch kann bedenkenlos gegessen werden.

Juli 2014:

Weitere Untersuchungen in Schweinezuchtbetrieben vorgesehen

Nachdem im Frühjahr 2014 in zwei Schweizer Schweinehaltungen Viren des porcinen reproduktiven und respiratorischen Syndroms (PRRS-Viren) gefunden wurden, kann nicht mit ausreichender Sicherheit ausgeschlossen werden, dass sich das Virus weiterhin sehr vereinzelt in Schweinehaltungen verbreitet. Deshalb müssen ab Mitte August weitere Untersuchungen in Schweinezuchtbetrieben stattfinden. Die PRRS gehört weltweit zu den verlustreichsten Schweineseuchen. Die Schweizer Schweinepopulation ist seit Jahren frei von PRRS.
Typ: PDF
PRRS - Weitere Untersuchungen in Schweinezuchtbetrieben vorgesehen
Letzte Änderung: 17.07.2014 | Grösse: 68 kb | Typ: PDF


26.03.2014

PRRS-Virus auch in Urner Mastbetrieb

Auf Grund des Seuchenfalls im Kanton Luzern von Anfang März 2014 sind weitere Kontaktbetriebe untersucht worden. In einem Urner Kontaktbetrieb wurde am 25. März ebenfalls PRRS-Virus bei mehreren Schweinen gefunden.

Die Tiere zeigen bisher keine Krankheitssymptome, trotzdem gilt dieser Betrieb gemäss Tierseuchenverordnung als Seuchenbetrieb. Das Veterinäramt der Urkantone hat deshalb diesen Betrieb gesperrt und die sofortige Schlachtung aller Schweine angeordnet. Das Fleisch ist unbedenklich und kann vermarktet werden. Die Untersuchungen und Analysen werden fortgeführt. Woher das Virus und die Antikörper kommen ist immer noch nicht bekannt.
Typ: PDF
Medienmitteilung des Veterinärdienstes der Urkantone zu PRRS
Letzte Änderung: 26.03.2014 | Grösse: 39 kb | Typ: PDF


05.03.2014

PRRS-Virus in Luzerner Schweinezuchtbetrieb

Im Rahmen der epidemiologischen Untersuchungen in den Zuchtbetrieben wurde im Kanton Luzern in einem Betrieb das PRRS-Virus nachgewiesen. Die Tiere zeigen keine Krankheitssymptome, trotzdem gilt dieser Betrieb gemäss Tierseuchenverordnung als Seuchenbetrieb. Der kantonale Veterinärdienst hat deshalb den Betrieb gesperrt und die notwendigen Massnahmen getroffen, um zu verhindern, dass sich das Virus weiter ausbreiten kann. Die Kontaktbetriebe müssen ebenfalls untersucht werden.

In rund vierzig weiteren Herkunftsbetrieben, verteilt auf weite Teile der Schweiz, konnte kein Virus nachgewiesen werden. Die Untersuchungen und Analysen werden fortgeführt, denn noch immer ist nicht geklärt, woher das Virus und die Antikörper kommen. Auffällig an den vorliegenden Resultaten ist der Typ des Virus. Der gefundene „US-Typ" des PRRS-Virus zirkuliert in Westeuropa nicht, wird hingegen als Lebendimpfstoff in den umliegenden Ländern eingesetzt. In der Schweiz ist eine Impfung verboten.
Typ: PDF
Medienmitteilung des Veterinärdienst LU zu PRRS
Letzte Änderung: 05.03.2014 | Grösse: 68 kb | Typ: PDF


19.02.2014

Stand der Untersuchungen

Die in den betroffenen Betrieben durchgeführten Nachkontrollen sind alle negativ. Unabhängig von der Stichprobenüberwachung wurden zusätzlich in einem Schweinebetrieb im Kanton LU Antikörper gegen PRRS gefunden.

Die epidemiologische Untersuchung konzentriert sich auf die Zuchtbetriebe, welche Ferkel an Mastbetriebe geliefert haben. Die Abklärungen gestalten sich aufwändig, weil die obligatorischen Meldungen an die Tierdatenbank nicht auf allen Schweinebetrieben mit der notwendigen Konsequenz gemacht werden. Dies zwingt zu Überprüfungen der schriftlichen Dokumentation in den Betrieben, was die Informationsverarbeitung verzögert.

Trotzdem wurden bereits rund dreissig Zuchtbetriebe verteilt auf weite Teile der Schweiz beprobt, es konnte bislang noch kein Virus nachgewiesen werden. Die Untersuchungen und Analysen werden fortgeführt, um die Herkunft dieser Antikörper und die allfällige Verbreitung des Virus festzustellen.


05.02.2014

Antikörper gegen PRRS in Schlachtschweinen gefunden- Herkunftsbetriebe werden nun genauer untersucht

Anlässlich der Stichprobenüberwachung wurden bei Schweinen aus verschiedenen Kantonen Antikörper gegen PRRS gefunden. Viren waren aber auch bei nachfolgenden Untersuchungen nicht nachweisbar. Die teilweise tiefen Antikörper-Titer weisen auf ein Geschehen hin, das zeitlich mehrere Monate zurückliegt - die PRRS scheint also gegenwärtig in den untersuchten Tierhaltungen nicht aktiv zu zirkulieren.

Die vereinzelten positiven serologischen Resultate werden ernst genommen und müssen geklärt werden. Da die Schweizer Schweinepopulation frei ist von PRRS-Virus, soll sie auch keine spezifischen Antikörper gegen dieses Virus aufweisen. Eine Impfung ist bei uns verboten. Es sind keine PRRS-Impfstoffe zugelassen. Auffällig an den vorliegenden Resultaten ist das Vorliegen von Antikörpern gegen den „US-Typ" des PRRS-Virus. Dieses Virus zirkuliert in Westeuropa nicht als Feldvirus, es wird hingegen als Lebendimpfstoff in den umliegenden Ländern eingesetzt. Die tiefen Antikörper-Titer und die Abwesenheit eines Virusnachweises in den betroffenen Mastbetrieben deuten darauf hin, dass dort aktuell keine Viruszirkulation stattfindet. Entsprechend sind die Herkunftsbetriebe von Interesse, aus denen die zur Mast bestimmten Jungtiere geliefert wurden. Eine erste Analyse führt zu rund 40 Herkunftsbetrieben, die im Jahr 2013 als Lieferbetriebe aktiv waren. Diese Herkunftsbetriebe werden nun genauer untersucht.

Tierärzte und Tierhaltende werden aufgerufen, besonders auf Krankheitsanzeichen von PRRS in Schweinehaltungen zu achten, diese zu melden und gemäss den Vorgaben des kantonalen Veterinäramtes abklären zu lassen.

Die Krankheit

Betrifft Schweine
Die Krankheit betrifft vor allem Hausschweine. Wildschweine sind nur wenig empfänglich. Für den Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich.

Krankheitsanzeichen
Die Krankheitsanzeichen können sich je nach Haltungsform und Alter der Tiere stark unterscheiden:

Reproduktiv: Das Fortpflanzungssystem ist vor allem bei Muttersauen und Ebern betroffen. Es führt zu Fruchtbarkeitsstörungen bei Muttersauen, verminderter Fruchtbarkeit der Eber, zu Geburten von lebensschwachen oder toten Ferkeln, Kümmern von Ferkeln, Fieber und Fressunlust.

Respiratorisch: Der Atmungstrakt ist vor allem bei Ferkeln betroffen, sie haben Fieber, niesen, husten, atmen erschwert und als Folge davon ist die Mastleistung vermindert, sie kümmern und sterben vereinzelt. Mastschweine zeigen ähnliche Krankheitsanzeichen, nur weniger stark.

Ansteckung und Verbreitung u.a. durch die Luft
Die Krankheit wird innerhalb der Herden über die Luft verbreitet (Tröpfcheninfektion). Zwischen Herden ist eine Übertragung mit dem Wind über einige hundert Meter möglich. Die Krankheit wird auch über Samen und im Körper von Mutterschweinen auf ungeborene Ferkel übertragen.

Wo? Weltweit. Die Schweiz ist frei.
Der Erreger ist weltweit verbreitet und kommt in allen Nachbarländern der Schweiz vor.

Erreger: Virus
Der Erreger ist ein Virus der Gattung Arterivirus. In gefrorenem Fleisch bleibt er mehrere Jahre ansteckend.

Was tun?
Halten Sie die allgemeinen vorbeugenden Massnahmen gegen Tierseuchen ein. Importieren Sie kein Fleisch illegal in die Schweiz. Vorbeugende Impfstoffe gegen die Krankheit sind in der Schweiz nicht zugelassen.

PRRS ist eine auszurottende und somit meldepflichtige Tierseuche. Wer Tiere hält oder betreut, muss Verdachtsfälle dem Bestandestierarzt/der Bestandestierärztin melden.


Fachkontakt: info@blv.admin.ch

Ende Inhaltsbereich



http://www.blv.admin.ch/gesundheit_tiere/01065/01083/01106/index.html?lang=de