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Porcines reproduktives und respiratorisches Syndrom (PRRS)

Virusinfektion der Schweine, die Fruchtbarkeitsstörungen, Aborte, Geburten lebensschwacher Ferkel und milde respiratorische Symptome verursachen kann. Für den Menschen ist das Virus nicht gefährlich und das Fleisch kann bedenkenlos gegessen werden.


September 2014:

Keine weiteren PRRS-Viren bei Zusatzuntersuchungen in Zuchtbetrieben gefunden

Im Frühjahr 2014 wurden in zwei Schweizer Schweinehaltungen Viren des porcinen reproduktiven und respiratorischen Syndroms (PRRS-Viren) gefunden. Es konnte nicht mit ausreichender Sicherheit ausgeschlossen werden, dass sich das Virus vereinzelt in weitere Schweinehaltungen verbreitet hat. Deshalb wurden zusätzliche Untersuchungen in Schweinezuchtbetrieben angeordnet. Diese Untersuchungen sind unterdessen abgeschlossen. Es wurden keine weiteren PRRS-Viren gefunden.

Von Mitte August bis anfangs September wurden in 107 Schweizer Vermehrerbetrieben und einer zufälligen Auswahl von 99 weiteren Schweinezuchtbetrieben Untersuchungen bei Muttersauen durchgeführt. Diese sind nun abgeschlossen und zeigen, dass bei den insgesamt 3281untersuchten Schweinen keine weiteren PRRS-Viren gefunden wurden. 12 Tiere reagierten in der Erstuntersuchung auf Antikörper gegen das Virus positiv, was sich jedoch bei 11 Tieren in der Zweituntersuchung durch das nationale Referenzlabor (Institut für Viruskrankheiten und Immunologie) nicht bestätigen liess. Ein einziges Tier blieb in der Antikörper Laboruntersuchung positiv, ein epidemiologischer Zusammenhang mit einer möglichen PRRS-Infektion konnte jedoch nicht aufgezeigt werden.   

Dieses erfreuliche Ergebnis der intensiven Nachuntersuchungen in den Schweizer Schweinezuchtbetrieben bestätigt die weiterhin gute Seuchensituation der Schweiz für PRRS. Für das laufende Jahr 2014 sind keine weiteren Untersuchungen vorgesehen.

Für 2015 ist zur Überwachung der PRRS-Freiheit wiederum die Untersuchung einer Stichprobe in der Schweinepopulation vorgesehen. Um die Situation verbessert erfassen zu können, werden dabei verschiedene Optimierungen geprüft.


Aus dem Bericht zur Überwachung von Tierseuchen und Zoonosen 2013:

PRRS kommt in fast allen Ländern Europas vor. Alle die Schweiz umgebenden Länder sind infiziert. Die Krankheit ist bisher in der Schweiz nur dreimal diagnostiziert, jedoch sofort wieder ausgerottet worden. Der letzte Ausbruch in der Schweiz war 2012. Die Seuche wurde mit virushaltigem Eber-sperma eingeschleppt. Im Verdachts- oder Seuchenfall wird eine einfache Sperre 1. Grades verhängt. Stichproben 2012/2013: Mit 99.01% Sicherheit ist die Herdeprävalenz in der Schweiz unter 0.2%. Somit bleibt die Schweiz amtlich frei. Mehr dazu:

Die Krankheit

Betrifft Schweine
Die Krankheit betrifft vor allem Hausschweine. Wildschweine sind nur wenig empfänglich. Für den Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich.

Krankheitsanzeichen
Die Krankheitsanzeichen können sich je nach Haltungsform und Alter der Tiere stark unterscheiden:

Reproduktiv: Das Fortpflanzungssystem ist vor allem bei Muttersauen und Ebern betroffen. Es führt zu Fruchtbarkeitsstörungen bei Muttersauen, verminderter Fruchtbarkeit der Eber, zu Geburten von lebensschwachen oder toten Ferkeln, Kümmern von Ferkeln, Fieber und Fressunlust.

Respiratorisch: Der Atmungstrakt ist vor allem bei Ferkeln betroffen, sie haben Fieber, niesen, husten, atmen erschwert und als Folge davon ist die Mastleistung vermindert, sie kümmern und sterben vereinzelt. Mastschweine zeigen ähnliche Krankheitsanzeichen, nur weniger stark.

Ansteckung und Verbreitung u.a. durch die Luft
Die Krankheit wird innerhalb der Herden über die Luft verbreitet (Tröpfcheninfektion). Zwischen Herden ist eine Übertragung mit dem Wind über einige hundert Meter möglich. Die Krankheit wird auch über Samen und im Körper von Mutterschweinen auf ungeborene Ferkel übertragen.

Wo? Weltweit. Die Schweiz ist frei.
Der Erreger ist weltweit verbreitet und kommt in allen Nachbarländern der Schweiz vor.

Erreger: Virus
Der Erreger ist ein Virus der Gattung Arterivirus. In gefrorenem Fleisch bleibt er mehrere Jahre ansteckend.

Was tun?
Halten Sie die allgemeinen vorbeugenden Massnahmen gegen Tierseuchen ein. Importieren Sie kein Fleisch illegal in die Schweiz. Vorbeugende Impfstoffe gegen die Krankheit sind in der Schweiz nicht zugelassen.

PRRS ist eine auszurottende und somit meldepflichtige Tierseuche. Wer Tiere hält oder betreut, muss Verdachtsfälle dem Bestandestierarzt/der Bestandestierärztin melden.


Fachkontakt: info@blv.admin.ch

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http://www.blv.admin.ch/gesundheit_tiere/01065/01083/01106/index.html?lang=de