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Enzootische Leukose der Rinder (EBL)

Chronische, lymphoproliferative Krankheit, die sich über Jahre hinweg entwickelt.


Aus dem Bericht zur Überwachung von Tierseuchen und Zoonosen 2013:

Die EBL trat 2005 zum letzten Mal in der Schweiz auf. Es handelte sich um einem serologischen Einzelreagenten nach neun Jahre ohne EBL - Fälle oder Reagenten.

Das Untersuchungsprogramm 2013 konnte zeigen, dass die Schweiz mit über 99.99% Sicherheit eine EBL - Herdenprävalenz unter 0.2% hat und somit ihren EBL - Freiheitstatus behält. Das Ziel, eine Si-cherheit von 99% zu erreichen, wurde in der Teilpopulation der nicht-milchliefernden Rinder nicht erreicht. Wie bei IBR ist der Grund in den nicht beprobten Betrieben zu finden. Dagegen wurde bei den Milchbetrieben eine Sicherheit von 99.7% erreicht. Für die Gesamtpopulation ausgewertet, ergibt sich eine sehr hohe Sicherheit von über 99.99%. Auch ohne Einbezug des zusätzlichen Wertes der Sentinelbetriebe würde das dann erreichte Sicherheitsniveau von 99.7% die vertraglichen Bedingungen erfüllen. Mehr dazu:

Die Krankheit

Betrifft Rinder, Schafe und Ziegen
Rinder, Schafe und Ziegen sind empfänglich. Für den Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich.

Krankheitsanzeichen
Es kann Monate bis Jahre dauern, bis die Krankheitsanzeichen sichtbar werden. Je nach Verlaufsform sind die Symptome unterschiedlich. Bei einer schweren Form der Krankheit fällt einem Fressunlust, Leistungsabfall und Abmagerung auf. Anschliessend kommt es zu einer Vergrösserung der Lymphknoten, was zusätzliche Störungen der Atmung, des Verdauungstraktes und des Herzkreislaufs hervorrufen kann. Diese Form der Krankheit endet mit dem Tod. Mildere Formen verlaufen oft ohne sichtbare Krankheitsanzeichen.

Ansteckung und Verbreitung über Milch, Samen und Blut, auch indirekt
Die Krankheit wird über Milch, Samen und Blut (zum Beispiel gebrauchte Spritzen und Enthornungsinstrumente oder Insekten) übertragen.

Wo? Weltweit; die Schweiz ist frei
Der Erreger ist weltweit verbreitet. Die Schweiz ist amtlich anerkannt frei von der Krankheit.

Erreger: Virus
Der Erreger ist ein Virus der Gattung Deltaretrovirus.

Was tun?
Halten Sie die allgemeinen vorbeugenden Massnahmen gegen Tierseuchen ein. Achten Sie insbesondere darauf, die Krankheit nicht durch zugekaufte Tiere in einen Bestand einzuschleppen und schützen Sie Ihre Tiere so gut wie möglich vor Insekten. Es existiert kein vorbeugender Impfstoff gegen die Krankheit.

Die Enzootische Leukose der Rinder ist eine auszurottende und somit meldepflichtige Tierseuche. Wer Tiere hält oder betreut, muss Verdachtsfälle dem Bestandestierarzt/der Bestandestierärztin melden.


Fachkontakt: info@blv.admin.ch

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Tierseuchenfälle Schweiz

Die Schweiz ist amtlich anerkannt frei von Enzootische Leukose der Rinder (EBL).

Mit Stichprobenuntersuchungen wird die Freiheit des Rinderbestandes dokumentiert:

Weitere Informationen

Typ: PDF

19.08.2013 | 74 kb | PDF

Gesetzgebung

Auszurottende Tierseuche - meldepflichtig

Tierseuchenverordnung
Art 128-131; 166-169

Links



http://www.blv.admin.ch/gesundheit_tiere/01065/01083/01089/index.html?lang=de