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Tuberkulose

Chronische, bakterielle Infektionskrankheit von Mensch und Tier. Der Verlauf ist meist fortschreitend und generalisiert. Tierseuchenrechtlich geregelt ist die Infektion von Rindern mit Mycobacterium tuberculosis, Mycobakterium caprae und Mycobacterium bovis. Die Krankheit ist eine Zoonose, das heisst, der Erreger kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden.

Erkennen der Tuberkulose beim Wild

Seit dem 1. August 2014 sind Jägerinnen und Jäger und Wildhüter nach der Tierseuchengesetzgebung verpflichtet, verdächtige Veränderungen bei Wildtieren, die auf Tuberkulose hindeuten, einer amtlichen Tierärztin oder einem amtlichen Tierarzt zu melden.

Zum Start der Jagdsaison hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) in Zusammenarbeit mit den betroffenen Institutionen ein Handbuch verfasst, das unter anderem aufzeigt, wie man Tuberkulose in Wildtierkörpern erkennen kann.
Typ: PDF
Handbuch: Tuberkulose beim Wild
Letzte Änderung: 05.08.2014 | Grösse: 2811 kb | Typ: PDF

Typ: PDF
Broschüre: Tuberkulose beim Wild
Letzte Änderung: 05.08.2014 | Grösse: 683 kb | Typ: PDF

Typ: PDF
FAQ Tuberkulose beim Wild
Letzte Änderung: 11.08.2014 | Grösse: 103 kb | Typ: PDF


Die Krankheit bei Tier und Mensch

Krankheit beim Rind
Die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten erster Anzeichen der Krankheit (Inkubationszeit) ist lang und kann Monate bis Jahre dauern. In einer späten Phase der Erkrankung zeigt sich die Tuberkulose bei Rindern als chronisch-auszehrende Krankheit mit vergrösserten Lymphknoten, Fieberschüben, Milchleistungsrückgang und Abmagerung. Diese Symptome weisen aber nicht eindeutig auf Tuberkulose hin, sie können auch bei anderen Krankheiten auftreten. Ohne eine labordiagnostische Abklärung kann die Diagnose Rindertuberkulose nicht abschliessend gestellt werden.

Krankheit beim Wild
Wildtiere (vor allem Rotwild, Schwarzwild und Dachse) können sogenannte "Reservoire" der Tuberkuloseerreger sein. Das heisst, die Krankheit kann sich zum Teil unbemerkt über lange Zeit in der freilebenden Populationen aufrecht erhalten und so immer wieder zu Ansteckungen bei Rindern führen. Eine Übertragung von Tuberkuloseerreger zwischen Wildtieren und Rindern ist in beide Richtungen durch direkten Tierkontakt oder durch verunreinigtes Wasser oder Futter möglich.

Übertragung
Die Krankheit kann durch direkten Tierkontakt oder durch verseuchtes Wasser oder Futter übertragen werden. Alle Säugtiere und der Mensch können sich anstecken.
Die Rindertuberkulose kann vom Tier auf den Menschen und umgekehrt auch vom Menschen auf das Tier übertragen werden. Am ehesten geschieht das durch intensiven Kontakt zwischen Mensch und Tier in einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium. In  seltenen Fällen kann umgekehrt der Mensch auch Rinder anstecken.

Erreger
Die Tuberkulose wird durch verschiedene Arten von Mykobakterien ausgelöst. Rinder sind vor allem Träger des Mycobakteriums bovis oder des Mycobakteriums caprae, während  beim Menschen vor allem Mycobacterium tuberculosis vorkommt. Weitere Informationen zur Tuberkulose beim Menschen finden Sie auf der Webseite des Bundesamtes für Gesundheit.

Verbreitung
Die Tuberkulose ist weltweit bei Säugetieren und dem Menschen verbreitet. In vielen Industrieländern konnte die Tuberkulose bei landwirtschaftlichen Nutztieren durch intensive Bekämpfungsprogramme eingedämmt werden. In den letzten Jahren wird bei Rindern und auch bei Wild in Europa wieder vermehrt Tuberkulose festgestellt. Auch in der Schweiz gab es vereinzelte Fälle von Tuberkulose bei Rindern, die Schweiz gilt aber nach wie vor als tuberkulosefrei. Bei einheimischen Wildtieren konnte die Tuberkulose bisher nicht nachgewiesen werden (Stand: Mai 2015).

Überwachung
Ganz wichtig für die Überwachung der Tuberkulose sind die Fleischkontrollen in den Schlachthöfen. Diese Kontrollen sind gesetzlich geregelt und werden von den kantonalen Vollzugsorganen durchgeführt. Der Fleischschauer entnimmt Tieren  mit verdächtigen Anzeichen von Tuberkulose Proben und lässt diese in einem dafür bestimmten Labor untersuchen.

Die Ausbreitung der Rindertuberkulose in den Wildtieren im alpinen Raum wird vermehrt überwacht. Massnahmen, die das Risiko einer Ansteckung vermindern können, werden geprüft.

Bekämpfung
Die Bekämpfung der Rindertuberkulose ist eine langwierige Angelegenheit. Aufgrund der Eigenschaften des Erregers und der Diagnosemethoden müssen Nachuntersuchungen in teilweise langen Zeitabständen erfolgen. Das Hauptproblem liegt darin, dass die Krankheit häufig lange nicht erkannt wird. Sie kann am lebenden Tier nicht sofort und eindeutig diagnostiziert werden. Ein kompliziertes Vorgehen ist für die Abklärung der Ausbreitung nötig.


Fachkontakt: info@blv.admin.ch

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Tierseuchenfälle Schweiz

Die Rinderbestände in der Schweiz sind amtlich anerkannt frei von Tuberkulose.

Mehr dazu:

Publikationen

Weitere Informationen

Typ: PDF

19.08.2013 | 81 kb | PDF

Weitere Informationen Wild

Gesetzgebung

Auszurottende Tierseuche und Zoonose - Die Tuberkulose beim Rind ist meldepflichtig

Tierseuchenverordnung
Art 158-165


http://www.blv.admin.ch/gesundheit_tiere/01065/01083/01088/index.html?lang=de