Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV

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Tuberkulose

Chronische, bakterielle Infektionskrankheit von Mensch und Tier. Der Verlauf ist meist fortschreitend und generalisiert. Tierseuchenrechtlich geregelt ist die Infektion von Rindern mit Mycobacterium tuberculosis und Mycobacterium bovis.


Aktuell: Rindertuberkulose (Stand Februar 2014)

Situation in der Westschweiz

Anfang März 2013 wurde im Kanton Freiburg ein Fall von Rindertuberkulose nachgewiesen. Seither sind in rund 230 Betrieben in 15 Westschweizer Kantonen 6770 Tiere, die mit dem erkrankten Rind in Kontakt waren, mit dem Tuberkulintest untersucht worden. In den Kantonen Freiburg, Wallis und Waadt wurden 23 Tiere aus 10 Betrieben positiv auf Mykobakterium bovis getestet. Rund 200 Tiere wurden infolge eines positiven oder zweifelhaften Resultats getötet.

Gemäss den neuesten Erhebungen ist die Situation rund um dieses Geschehen stabil und die Schweiz gilt bis heute frei von Tuberkulose. Der schweizerische Veterinärdienst hat eine nationale Strategie zur Bekämpfung und Überwachung der Rindertuberkulose für das laufende Jahr 2014 ausgearbeitet. Danach werden in den nächsten Wochen und Monaten ab Februar Nachuntersuchungen durchgeführt  - insbesondere in der Westschweiz, aber auch in einigen anderen Kantonen. In diese Kontrollen werden alle Rinder einbezogen, welche Kontakt zu Tieren hatten, welche 2013 positiv auf Rindertuberkulose getestet wurden. Davon sind mehr als 100 Betriebe betroffen. Bei einer positiven Reaktion auf die Tuberkulinprobe  wird die Infektion mittels Blutanalysen bestätigt.

Im Rahmen der diesjährigen Sömmerung ordnen die kantonalen Veterinärämter spezielle Massnahmen für die gesperrten Betriebe an.

Situation in der Ostschweiz 

Am 11. September 2013 wurde bei der Fleischkontrolle einer geschlachteten vierjährigen Kuh aus einem Ausserrhoder Landwirtschaftsbetrieb Rindertuberkulose diagnostiziert. Die Laboruntersuchungen ergaben, dass alle bis jetzt in der Ostschweiz untersuchten Kühe mit dem Erreger Mycobacterium caprae (M. caprae) infiziert waren. Dies bedeutet, dass die Fälle nicht in Verbindung mit dem Ausbruch im Kanton Freiburg Anfang März 2013 gebracht werden können. M. caprae wurde in den letzten Jahren wiederholt in Vorarlberg sowie im Tirol in der Wildtierpopulation als auch vereinzelt  bei  Rinderbeständen nachgewiesen.

Abklärungen und Laboruntersuchungen zeigen, dass die Ansteckung der Kuh aus dem Ausserrhoder Landwirtschaftsbetrieb im Rahmen der Sömmerung auf einer Alp im Vorarlberg bereits im Jahre 2011 über das Wild stattgefunden hatte. Die systematische Beprobung der übrigen Sömmerungstiere, die 2011 auf der gleichen Alp waren, ist seither abgeschlossen. Demnächst starten Nachkontrollen der betroffenen Betriebe.

Ablauf der Tuberkuloseuntersuchungen



Tuberkulosefrei: Negative Resultate

Verdachtsfall: Zweifelhafte und/oder positive Resultate

Seuchenfall: Laboruntersuchung (PCR) positiver Befund bzw. Tuberkulin positives Tier aus Seuchenbe-trieb
Typ: PDF
Aktuelle Untersuchungen in den Kontaktbetrieben
Letzte Änderung: 23.04.2013 | Grösse: 27 kb | Typ: PDF

Überwachung der Tuberkulose

Das Überwachungsprogramm für Rindertuberkulose basiert auf den Kontrollen in den Schlachthöfen gestützt auf Artikel 60 Absatz 2 der Verordnung über das Schlachten und die Fleischkontrolle vom 23. November 2005 (VSFK, SR 817.190 ). Für die Überwachung sind die kantonalen Vollzugsorgane zuständig. Sie regeln die Untersuchung von lebenden Tieren (Tuberkulin-Hauttest) der Rinder-, Ziegen- und Schafgattung und in Gefangenschaft gehaltenen Wildwiederkäuer sowie die Untersuchung von Tuberkulose-Verdachtsfällen bei Schlachtungen. 

Bei der Fleischuntersuchung muss jeder Schlachttierkörper und die vorgeschriebenen Teile unter anderem auf Veränderungen, welche die menschliche Gesundheit gefährden können oder die ekelerregend sind und auf Krankheiten, insbesondere Tierseuchen untersucht werden.

Bei krankhaften Veränderungen des Schlachttierkörpers oder der Schlachterzeugnisse und zum Feststellen von Tierseuchen und Zoonosen werden Proben für Laboruntersuchungen erhoben. Die bakteriologische Untersuchung von Verdachtsfällen von Rindertuberkulose aus Schlachtungen wird vom Nationalen Referenzlabor für bovine Tuberkulose, dem Institut für Veterinärbakteriologie der Vetsuisse-Fakultät der Universität Zürich durchgeführt.

Mehr Informationen zur Fleischkontrolle finden Sie hier:

Fachkontakt: info@blv.admin.ch

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Volltextsuche

 

Aktuell

Tierseuchenfälle Schweiz

Die Rinderbestände in der Schweiz sind amtlich anerkannt frei von Tuberkulose.

Die Seuchenfreiheit wurde 1997 mit einer Stichprobenuntersuchung dokumentiert:

Weitere Informationen

Typ: PDF

19.08.2013 | 81 kb | PDF
Typ: PDF

27.08.2012 | 1418 kb | PDF
Typ: PDF

In einzelnen Kantonen sind seit Anfang März 2013 Fälle von Tuberkulose bei Rindern aufgetreten. Die Veterinärbehörden haben Massnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens ergriffen. Der Mensch kann sich durch den Konsum von Rohmilch oder durch den direkten Kontakt mit einem infizierten Tier anstecken- aber das Risiko ist gering.
27.03.2013 | 37 kb | PDF

Gesetzgebung

Auszurottende Tierseuche und Zoonose - Die Tuberkulose beim Rind ist meldepflichtig

Tierseuchenverordnung
Art 158-165

Diagnostik

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