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Tiere der Aquakultur

Hier finden Sie die veterinärrechtlichen Bedingungen für die Einfuhr von lebenden Aquakulturtieren aus Drittländern. Dabei handelt es sich um Fische, aquatische Krebs- und Weichtiere, die für die Erzeugung von Lebensmitteln in Aquakulturbetrieben bestimmt sind. Die Einfuhr von Tieren, die zur Verbringung in öffentliche oder private offene Gewässer bestimmt sind, muss in jedem einzelnen Fall vorgängig durch die Behörden bewilligt werden.
Wassertiere zu Zierzwecken zählen ebenfalls zu den Aquakulturtieren - die Einfuhrbedingungen für diese Tiere finden Sie jedoch auf einer eigenen Seite.
Die Bedingungen für lebende Aquakulturtiere, die nach der Einfuhr direkt zu Lebensmittelzwecken vermarktet werden, finden Sie unter Fischereierzeugnisse oder Muscheln, Stachelhäuter, Manteltiere und Meeresschnecken.

Sie gelten vorbehaltlich der am Tag der Einfuhr geltenden

Allgemeines

Tiere der Aquakultur sind lebende Fische, aquatische Krebs- und Weichtiere (inkl. Muscheln) in allen Entwicklungsstadien (inkl. Gameten, Eier, Samen), auch ursprünglich frei lebende Tiere, wenn sie für einen Aquakulturbetrieb bestimmt sind.

Die allgemeinen Informationen zur Einfuhr von lebenden Wassertieren sind unter "Einfuhr", „Einfuhr Tiere und Produkte tierischer Herkunft aus Drittländern" und "Lebende Tiere aus Drittländern" in der Navigation zu finden.

Spezifische Bedingungen

Die Einfuhr von Fischen und Süsswasserkrebsen, die im Anhang 3 der Verordnung zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01) aufgeführt sind, ist grundsätzlich verboten, weil deren Anwesenheit als unerwünschte Veränderung der Fauna gilt. In Bezug auf die Süsswasserkrebse bezieht sich dieses Verbot nur auf die Panzerkrebse (Reptantia). Nicht betroffen von diesem Verbot sind Schwimmkrebse (Natantia), zu denen die Garnelen gehören.

Fischerei- und artenschutzrechtliche Einfuhrbedingungen

Da Aquakulturtiere aus Drittländern in der Schweiz landes- und standortfremd sind, ist vor der Einfuhr eine Bewilligung erforderlich. Sendungen von Besatzfischen benötigen eine sendungsbezogene Bewilligung. Für Sendungen zu anderen Zwecken werden pro Bestimmungsbetrieb und für die jeweils aufgeführten Fischarten Jahresbewilligungen ausgestellt. Stellen Sie spätestens 3 Wo­chen vor der vorgesehenen (ersten) Einfuhr schriftlich ein Gesuch mit dem folgenden Formular:
Typ: PDF
Einfuhrgesuch für lebende Fische, Fischeier und Fischsamen sowie Süsswasserkrebse
Letzte Änderung: 03.03.2014 | Grösse: 26 kb | Typ: PDF

Artenschutzrechtliche Einfuhrbedingungen gelten z.B. für Störe, siehe Internationaler Artenschutz / CITES in der Navigation.

Kantonale Vorschriften

Der Importeur muss sich rechtzeitig vor der Einfuhr beim kantonalen Veterinäramt über die für den jeweiligen Bestimmungsbetrieb / die vorgesehene Haltungsart geltenden Bestimmungen erkundigen (z.B. Registrierungspflicht für Fischhaltungsbetriebe, Haltebewilligungspflichten usw.).
Nach der Einfuhr wird der Kantonstierarzt normalerweise keine Quarantäne anordnen - ausser wenn zum Schutz der einheimischen Gewässer und Tierpopulationen Absonderungsmassnahmen und/oder Untersuchungen notwendig sind.

Grenztierärztliche Kontrolle und TRACES

Beim Grenzübertritt muss eine grenztierärztliche Untersuchung erfolgen, wo unter anderem das Original der Tiergesundheitsbescheinigung kontrolliert wird. Einzelheiten siehe Kapitel „Grenztierärztliche Kontrolle" und "TRACES" in der Navigation)

Zugelassene Herkunftsländer und Muster der vorgeschriebenen Veterinärbescheinigungen

Die Liste der Drittländer, Zonen oder Kompartimente, aus denen Aquakulturtiere, die für die Weiterzucht, Ausmast, Umsetzung in Gewässer oder Weiterverarbeitung vor dem Verzehr bestimmt sind, eingeführt werden dürfen, finden Sie im Anhang III der
zuletzt geändert durch
Das Muster der Veterinärbescheinigung für Aquakulturtiere, die für Zuchtbetriebe bestimmt sind, finden Sie in der Verordnung (EG) Nr. 1251/2008 in Anhang IV Teil A.
Die Herkunftsländer müssen über genehmigte Rückstandsüberwachungspläne verfügen gemäss:

Fachkontakt: info@blv.admin.ch

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http://www.blv.admin.ch/ein_ausfuhr/01210/01229/01239/index.html?lang=de